Die IBAN identifiziert ein Bankkonto eindeutig über Landesgrenzen hinweg. Mit der vollständigen SEPA-Umstellung am 1. August 2014 löste sie in Österreich die frühere Kombination aus Kontonummer und Bankleitzahl im inländischen wie grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr ab.
Aufbau einer österreichischen IBAN
Eine österreichische IBAN ist immer 20 Zeichen lang:
| Position | Inhalt | Beispiel |
|---|---|---|
| 1–2 | Ländercode | AT |
| 3–4 | Prüfziffern | 61 |
| 5–9 | Bankleitzahl (BLZ) | 19043 |
| 10–20 | Kontonummer (links mit Nullen aufgefüllt) | 00234573201 |
Beispiel: AT61 1904 3002 3457 3201. Die Prüfziffern werden nach ISO 7064 (Modulo 97-10) berechnet und schützen vor Tippfehlern.
Wofür wird die IBAN verwendet?
- SEPA-Überweisungen und SEPA-Echtzeitüberweisungen (SCT Inst)
- SEPA-Lastschriften (Basis und Firmen)
- eps-Überweisung im Online-Banking
- Identifikation des Kontos in Kontoauszügen (PDF, MT940, CAMT.053)
- Pflichtangabe auf Rechnungen mit Banküberweisung gem. §11 UStG
BIC – noch nötig?
Im SEPA-Raum ist der BIC (Business Identifier Code) seit Februar 2016 für Inlands- und EU-Überweisungen nicht mehr erforderlich ("IBAN-only"). Bei Überweisungen ausserhalb des SEPA-Raums sowie bei manchen Sonderfällen wird der BIC weiterhin verlangt.
Häufige Fehler
- Bankleitzahl statt IBAN angeben: Wird seit 2014 nicht mehr verarbeitet.
- IBAN aus anderem Land verwendet: Eine deutsche IBAN für ein österreichisches Konto schlägt fehl – jedes Konto hat genau eine IBAN.
- Leerzeichen weggelassen oder falsch gesetzt: Beim elektronischen Erfassen werden alle Leerzeichen ignoriert; sie dienen nur der Lesbarkeit.
