Die Studiengesellschaft für Zusammenarbeit im Zahlungsverkehr GmbH (STUZZA) ist eine 1992 in Wien gegründete Gemeinschaftseinrichtung der österreichischen Banken. Gesellschafter sind die grossen Sektoren — Erste Bank/Sparkassen, Raiffeisen, Bank Austria/UniCredit, BAWAG, Volksbanken, Hypos — sowie die OeNB als technischer Beirat.
Aufgabe
STUZZA entwickelt und betreibt bankengemeinsame Standards und Infrastrukturen im österreichischen Zahlungsverkehr. Ziel ist, dass Banken nicht jeweils eigene, inkompatible Lösungen aufbauen, sondern auf einer gemeinsamen Plattform arbeiten — was Kosten senkt und die Reichweite für Händler und Kunden erhöht.
Wichtigste Standards und Dienste
| Bereich | Beispiel |
|---|---|
| Online-Zahlung | eps Überweisung — direkte Zahlung aus dem Online-Banking |
| Karteneinsatz | Bankomatkasse (Spezifikationen für Händlerterminals), QR-Spezifikation für Kassen |
| Kunden-/Händlerstammdaten | STUZZA Stammdatenbank für Routing-Informationen |
| EBICS | Gemeinsame technische Spezifikation für AT-Banken |
| SEPA | Implementierungsleitfäden zu pain.001, pain.008, camt.052/053/054 für AT |
Bedeutung für die Buchhaltung
Die STUZZA-Implementierungsleitfäden sind die Grundlage dafür, dass CAMT.053-Dateien der österreichischen Banken einheitlich aufgebaut sind und von Buchhaltungssoftware wie BMD, RZL oder ProSaldo automatisch eingelesen werden können. Auch die Stammdaten-Verzeichnisse (BIC, BLZ, Bankname) werden von STUZZA gepflegt und stehen Banken sowie Software-Herstellern zur Verfügung.
Abgrenzung zu OeNB und PSA
- STUZZA: Standards, Spezifikationen, Konsensbildung der Banken
- PSA Payment Services Austria: Operativer Betrieb der Bankomatkasse (Karten-Acquiring der Banken)
- OeNB: Aufsicht, Statistik, Geldversorgung
- GSA Geldservice Austria: Bargeldlogistik
Wer im operativen Bankgeschäft mit AT-spezifischen Spezifikationen arbeitet, landet fast zwangsläufig bei einem STUZZA-Dokument.
